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Was haben Autokraten gegen Pitbulls?

20.04.2000, MOPO
Maulkorb für Pitbulls

Auch in Hamburg: immer mehr Angriffe von Kampfhunden auf Menschen. Erste Konsequenz: die neue Hundeverordnung. Erst im März in Kraft getreten, steht sie jetzt aber bereits wieder auf dem Prüfstand.

"Was nützt eine Verordnung, die erst bei Tieren greift, die bereits auffällig geworden sind", kritisiert der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Michael Fuchs: "Wir müssen uns vor allem um Pitbullskümmern, die beim Beißen sofort zur Kehle gehen."

Seine Partei will einen Antrag in die Bürgerschaft einbringen, der einen Maulkorb und die Leine für Pitbull-Terrier zwingend macht.

Wie berichtet, definiert die neue Verordnung alle "gefährlichen Hunde" unabhängig von ihrer Rasse. Doch auch für Wolfgang Poggendorf, Chef des Tierschutzvereins, ist der Pitbull das Hauptproblem: "Die Verordnung ist wie ein Haus, in das man vergessen hat, Küche und Bad einzubauen."

Wegen der Vorfälle will Innensenator Hartmuth Wrocklage während der Innenministerkonferenz Anfang Mai einen Katalog für Rassen vorlegen, bei denen Gefährlichkeit zu vermuten ist. Für diese Rassen werde er versuchen, Zuchtverbot, Kastration, Einfuhr-, Handelsverbot, Leinenzwang, Maulkorb durchzusetzen.