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Riesenzoff im Franziskustierheim - Leserbrief 23.10.2006

23.10.2006, Leserbrief von S. an leinenlos.org

Hallo,

vor 2 Jahren waren wir auch auf der Suche nach einem Hund und sind in die umliegenden Tierheime gefahren.

Als erstes ins Franziskustierheim.

Die Dame am Tresen war sehr freundlich und verwies uns ins Hundehaus.

Wir haben uns umgeschaut und uns fiel gleich ein süßer kleiner Hund ins Auge, der wohl aus Spanien kam und eine Hündin, die schon älter war.

Da die Dame im Hundehaus noch beschäftigt war, haben wir uns vor dem Zwinger gesetzt und den Hund beobachtet und mit ihm geredet.

Die Hündin war noch im Auslaufgehege. Der kleine war einfach ein Traum und auch die Hündin sagte uns zu.

Dann kam das böse Erwachen. Wir wollten nun mit der Dame
sprechen und die telefonierte ersteinmal 10 Minuten privat und ließ uns im Regen stehen.

Ich fragte dann, ob sie es nicht später machen könne, wir würden uns für zwei Hund interessieren. Sie legte auch auf.

Ich fragte dann, ob sie mir über den kleinen Hund was sagen könne und deutete auf ihn.

Es kam eine patzige Antwort:
"Was wollen sie denn über ihn wissen?? Der ist so beliebt, den bekommen sie eh nicht!"

Mir fiel alles aus dem Gesicht. Nachdem ich sagte, es wäre mir egal,
ich würde trotzdem was über den Hund wissen, verweigerte sie die Auskunft.

Ich war sowas von wütend. Ich fragte dann nach der Hündin ,über die sie mir auch nicht wirklich viel sagen konnte. Nur das sie ja total lieb sei, freundlich ist und auch alleine bleiben kann. Mehr konnte sie nicht sagen.

An der Kompetenz der Frau zweifelte ich. Mein Freund fragte dann, ob wir mit der Hündin spazieren gehen könnten, die Antwort folgte prommt:

"Nein, sie war ja gerade im Auslauf!"

Ich hab gedacht, ich höre nicht richtig. Sie sagte, sie hätte noch einen Hund, der was für uns wäre.

Sie holte einen kleinen Jackrussel-Mix aus dem Zwinger, leinte ihn
an und drückte uns ihn in die Hand.

Wir wollten keinen kleinen Hund, aber wir sind erstmal mit ihm Gassi gegangen, damit er raus kommt.

Das traurige war, dass er ein steifes Bein hatte, dadurch eine schiefe Wirbelsäule und konnte auch nicht mehr
richtig laufen. Er wurde in Spanien vom Auto angefahren, daher diese Verletzungen.

Als wir zurück waren, haben wir den Jackie ihr gegeben und sagten nur noch, wenn sie mit jedem so umgehen ist es kein Wunder, dass sie auf den Hunden sitzen bleiben.

Ich fands wirklich traurig und zeugt von Desinteresse seiten des Tierheimes.

Einer Freundin haben sie kein Hund gegeben, weil sie bei der Vorkontrolle durchgefallen ist, obwohl sie eine 3 Zimmer-Wohnung mit Garten hatte und die Mutter einer anderen Freundin hat wiederum einen bekommen, obwohl sie an einer Hauptstraße
wohnt im dritten Stock in einer 2-Zimmer-Wohnung und die Dame schon über 60 ist.

Da frag ich mich echt, wie die entscheiden. Anscheinend nur auf Sympathie.

Wir haben nun zum Glück von einem schleswig-holsteinischem Tierheim eine zuckersüsse Hündin bekommen, mit der wir sehr glücklich sind.

Wer weiss, wozu das alles gut war.

Sollte wohl so sein.

LG S.