Zu Weihnachten nicht mehr Tiere
19.12.2006, Abendblatt
Tierschutzverein Kaufleute spendeten 750 Tombola-Gewinne
Jedes Los hilft dem Tierheim
Zurzeit warten in Großhansdorf 30 Hunde, 23 Katzen, fünf Zwergkaninchen und drei Ratten auf neue Besitzer.
Von Alice Friedrich
Großhansdorf - Die einen verkauften selbst gemachte Marmelade, Socken, Handschuhe und Serviettentechnik, die anderen Kuchen, Kaffee und frische Waffeln.
Mitglieder des Vereins Tierschutz Ahrensburg-Großhansdorf organisierten den Basar beim Tag der offenen Tür im Tierheim in Großhansdorf.
750 Preise wurden bei der Tombola verlost. Teddybären, Becher und Handtücher waren darunter. Vieles spendeten Ahrensburger Geschäftsleute.
"Das ist unsere lukrativste Veranstaltung. Das honoriert die Arbeit der Ehrenamtlichen", sagt Vorstandsmitglied Monika Ehlers (59).
Mit den Erlösen, im Schnitt sind es 3000 bis 4000 Euro, deckt der Verein einen Teil der laufenden Kosten für den Betrieb des Tierheims ab.
Derzeit werden 30 Hunde, 23 Katzen, drei junge Ratten und fünf Zwergkaninchen betreut.
Die Besucher konnten sich beim Tag der offenen Tür die Tiere anschauen, vermittelt wurden sie nicht.
"Wer sich ein Tier anschafft, muss das in Ruhe mit der ganzen Familie besprechen", sagt Monika Ehlers.
Ein Tier braucht Zuneigung und nimmt Zeit in Anspruch. Das schätzten Tierfreunde nicht immer richtig ein, so Monika Ehlers.
Sie erzählt von dem einjährigen Labrador, den seine Besitzer im Tierheim abgaben, weil der Hund zu groß geworden war für die Zwei-Zimmer-Wohnung in Hamburg und er mehr Auslauf brauchte, als sein Herrchen gedacht hatte.
"Der Hund lebt jetzt bei einer Familie mit Kindern und einem großen Garten", sagt Ehlers.
Das Tierheim hat mit der Vermittlung der Tiere kaum Probleme. Man finde für fast jeden Vierbeiner ein neues Zuhause, sagt die Tierschützerin.
Eine Ausnahme sind wilde Katzen. Zehn leben zurzeit in der Einrichtung.
Ehlers: "Die können wir nur an Bauern- oder Reiterhöfe abgeben."
Sie befürchtet nicht, dass nach Weihnachten mehr Tiere als sonst abgegeben werden.
Das sei schon seit einigen Jahren nicht mehr der Fall.
